Was ist der Zinseszinseffekt?

Der Zinseszinseffekt – auch als „achtes Weltwunder" bezeichnet – beschreibt das exponentielle Wachstum von Kapital, wenn Erträge wieder angelegt werden. Statt 7 % auf dein Startkapital erhältst du Jahr für Jahr 7 % auf den gesamten angewachsenen Betrag – inklusive aller bisherigen Renditen.

Konkretes Beispiel: 1.000 € bei 7 % p.a.: Nach Jahr 1 → 1.070 €. Nach Jahr 2 → 1.145 € (nicht 1.140 €, weil die 70 € Rendite aus Jahr 1 ebenfalls 7 % Rendite erwirtschaften). Nach 30 Jahren → 7.612 €. Ohne Zinseszins wären es nur 3.100 €.

Welche Rendite ist realistisch?

Der MSCI World hat seit seiner Auflage historisch ca. 7–9 % p.a. erzielt (inflationsbereinigt ca. 5–6 %). Das sind Vergangenheitswerte – Garantien gibt es nicht. Für eine konservative Planung empfiehlt es sich, eher mit 5–6 % zu rechnen.

⚠️ Hinweis: Vergangene Renditen sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. ETF-Investments können auch an Wert verlieren. Dieser Rechner ersetzt keine individuelle Finanzberatung.

Wie lange sollte man anlegen?

Der Zinseszinseffekt entfaltet seine volle Wirkung über lange Zeiträume. Die meisten Finanzexperten empfehlen einen Anlagehorizont von mindestens 10–15 Jahren. Kurzfristige Kursschwankungen (wie 2020 oder 2022) gleichen sich bei langen Laufzeiten erfahrungsgemäß aus.

Lese dazu auch unseren Schritt-für-Schritt-Guide zum ETF-Sparplan →